Drehbank kaufen – Worauf achten?

Du willst eine gute Drehbank kaufen?

Man sollte sich auf jeden Fall sehr gut informieren, wenn man eine Drehbank kaufen will!
Auf dieser Seite versuche ich mein Wissen über Drehbänke / Drehmaschinen und Drechselbänke weiterzugeben, damit ich anderen damit hoffentlich folgenschwere Fehler bei der Anschaffung ersparen kann. Auf meiner Website findest du viel Hintergrundwissen, Infos und Empfehlungen, welche dir hoffentlich bei deiner Kaufentscheidung helfen werden. – LG Mario

Hier eine Übersicht der wichtigsten Inhalte:

 

Darauf sollte man bei Drehbänken / Drechselbänken achten

Fehlinvestitionen vermeiden

Leider war gerade zu Anfang meiner Selbstständigkeit so manche Anschaffung leider eine Fehlinvestition. Und das ist gerade bei dem Preis einer Drehmaschine, egal ob nun neu oder gebraucht, finanziell sehr schmerzhaft. Ich habe mit den Jahren jedoch gelernt, worauf man unbedingt achten sollte, um so etwas zu vermeiden.

Anwendungszweck
Natürlich ist es das allerwichtigste, dass deine Werkzeugmaschine optimal für deine Vorhaben geeignet ist. Je nachdem welcher Werkstoff (Holz, Metall,…) und wie bearbeitet werden soll (grob, fein,…) müssen andere Voraussetzungen erfüllt werden.

Möglichkeiten / Ausführung
Wichtige Punkte, auf die du gut achten solltest:

  • Eignung für Fertigungsverfahren
  • Eignung für eingesetzte Werkstoffe
  • Größe / Maße (Arbeitshöhe!)
  • Gewicht
  • Stromzufuhr / Verbrauch

Garantie / Reparatur
Diesen Punkt sollte man keinesfalls außer Acht lassen, will man eine Drehbank kaufen. Schließlich sorgt eine defekte Maschine im Betrieb schnell zu einem Produktionsausfall. Schnelle Reparatur oder auch ein Austausch sind dann extrem wichtig!

Will man neu eine Drehbank kaufen, gewährleistet der Hersteller das im Rahmen einer bestimmten Garantiezeit. Man sollte jedoch am besten schon vorher ganz genau herausfinden, wie die Herstellerfirma im Fall der Fälle regiert.

Will man eine Drehbank gebraucht kaufen, sollte man sich im Klaren sein, dass hier meist keine Gewährleistung mehr besteht.

Natürlich kann man man mit dem nötigen Know How auch Drehbänke selbst reparieren. Wer das nicht hat sollte sich nach einem fähigen Techniker umhören.

 

Welche Drehbank kaufen? – Meine Kaufempfehlungen (Drechselbank)

Meine Favoriten in den verschiedenen Preisklassen im direkten Vergleich.

Man sollte sich von Anfang an im Klaren sein, welche Ansprüche man stellt. Je nachdem, welche Techniken man anwenden will, und wie viel Wert man auf die Präzision der Arbeiten legt, sollte man dementsprechend auch beim Kauf investieren.

Wenn man mit den Ergebnissen nicht zufrieden ist, wird man sich schnell nach etwas Neuem umsehen. Man kann sie zwar gebraucht verkaufen, doch meist deutlich unter dem Neuwert. Dann hat man, auch für eine scheinbar günstige Drehbank, definitiv zu viel bezahlt…

Hier findest du eine Zusammenstellung von guten Drehbänken (in verschiedenen Preisklassen), welche ich auf jeden Fall empfehlen kann. Ich habe mit jeder dieser Maschinen selbst gute Erfahrung gemacht.

Dennoch haben die verschiedenen Modelle natürlich auch ihre Grenzen, welche man sich vor dem Kauf bewusst machen sollte…

 

Günstig gebraucht Drehmaschine / Drehbank kaufen?

Wann macht es Sinn gebraucht zu kaufen?

Gerade wenn man nach ein großen, sehr leistungsstarken Maschine sucht, sind die Neupreise oft sehr hoch. Hier kann es durchaus Sinn machen, sich nach etwas Gebrauchten umzusehen. So kann man etwas ältere Modelle oft um deutlich günstiger kaufen, als man für eine neue Werkzeugmaschine bezahlen müsste.

Man sollte die Maschine jedoch gründlich in Augenschein nehmen! Wenn man selbst nicht über sehr gute Kenntnisse auf diesem Bereich verfügt, sollte man unbedingt eine fachkundige Person hinzuziehen!

Wie schon oben erwähnt, sollte man auch Garantiefragen gut abklären, insofern noch Anspruch besteht.

Wann sollte man neu kaufen?

Sucht man nach einem etwas kleineren Modell, für den Hobbybereich oder wie etwa für unsere Kunsthandwerksmanufaktur, würde ich in der Regel zu einem Neukauf raten. Der Preisunterschied von neu zu gebraucht steht hier meist in keinem so vorteilhaften Verhältnis für den Käufer.

Günstigere Maschinen sind in der Regel mit der Zeit auch anfälliger. Wenn dann etwas kaputt geht, was man nicht selbst reparieren kann, wird die Sache gleich teuer! Bei einem Neukauf hat man im Schnitt ca. 5 Jahre Garantie und ist so auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

 

Begriffe, Herkunft & Geschichte

Begriffserklärung:

  1. Drehbank (oder Drechselbank) – für Holzbearbeitung und andere „weiche“ Werkstoffe wie z.B. Plexiglas oder Horn
  2. Drehmaschine – Bearbeitung härterer Werkstoffe, meist Metall
    (Mit bestimmten Drehmaschinen kann sowohl Metall als auch Holz verarbeitet werden)



Obwohl beide für das selbe zerspanende Fertigungsverfahren des Drehen eingesetzt werden, werden die Begriffe fachlich korrekt unterschieden. Das geht darauf zurück, dass sich das holzverarbeitende Verfahren irgendwann Drechseln (Drechselbank, Drechselmaschine) nannte. Der Dreher (Zerspanungsmechaniker) spricht hingegen heute von der Drehmaschine.
Auch sollte gesagt werden, dass der Begriff Drehbank umgangssprachlich oft auch noch für Drehmaschinen verwendet wird. Der gravierende Unterschied liegt vor allem in der jeweiligen Ausführung und Verarbeitung der einzelnen Komponenten.

Ursprung

Man nimmt an, dass die Drehbank ca. 2000 Jahre v. Chr. in Griechenland entwickelt wurde. Jedoch war sie in jener Zeit auch nur eine Weiterentwicklung des Fiedelbohrers, eines der ältesten Gerätschaften der Menschen. Man verlagerte die Drehachse einfach von der Vertikalen in die Horizontale. Diese einfache und doch so geniale Konstruktion leistete der Menschheit lange Zeit gute Dienste. Jedoch änderte sich am Prinzip lange Zeit nichts.

Weiterentwicklung

Die erste wirkliche Neuerung brachte die Entwicklung der Wippdrehbank. Hier erfolgt der Antrieb mit dem Fuß, was das Arbeiten für die Drechsler sehr erleichterte. Erstens war dies nur halb so mühsam und zweitens hatte er nun beide Hände zur Verfügung. Maßgeblich für diese Erfolg verantwortlich war damals Leonardo da Vinci, er entwickelte die „Einförmige Drehbewegung“.

Vom Fidelbohrer zum CNC-Vollautomat

Aus der Drechselbank, mit welcher in der Regel Holz bearbeitet wurde, entwickelte sich später die Drehmaschine, welche auch Metalle verarbeiten kann. Sie wurde massiver gebaut und verfügte über einen mechanischen Vorschub.

Heute werden sowohl Drehmaschinen als auch Drechselbänke mit einem Elektromotor betrieben. Die Spitze der Entwicklung sind CNC-Drehautomaten, welche computergesteuert völlig selbstständig arbeiten. Ohne sie ist die heutige Industrieproduktion, z.B. Autos in Serienproduktion, kaum vorstellbar.

 

 

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